Yogi lebt sich ein

Seit er hier am 25. November 2012 hereingeschneit ist, entwickelt Yogi sich prächtig. Glücklicherweise hat er sich nicht bei Sammy oder Buck angesteckt, die damals beide an Zwingerhusten erkrankt waren.

Sammy, Buck und Yogi

Yogi ist mittlerweile 12 Wochen alt und wiegt 11 kg. Er ist ordentlich gewachsen und hat gut Muskulatur ausgebildet. Seine motorischen Fähigkeiten entwickeln sich auffallend schnell. Draußen läuft er mehr und besser als Buck im selben Alter und springt bereits über Hindernisse. Drinnen will er stets hoch hinaus und stellt sich gerne auf die Hinterbeine – so räumt er in der Wohnküche gekonnt den Tisch ab und kürzt im Wintergarten die überhängenden Topfpflanzen auf die ihm genehme Länge 😉

In Buck hat Yogi einen Seelenverwandten gefunden – die beiden sind bereits unzertrennlich. Yogi darf sich gegenüber Buck alles herausnehmen, sogar aus seinem Napf naschen. Ansonsten bieten mir die beiden stets beste Unterhaltung, auf Radio und Fernsehen kann ich getrost verzichten. Die Buck-und-Yogi-Show ist viel unterhaltsamer! Miteinander rumtoben, zergeln, (Schein-)Gefechte austragen oder durch die Gegend kugeln – mal der eine oben, mal der andere.

Yogi lässt nichts unversucht, um Buck zu bezwingen. Der deutet dann schon mal einen Genickbiss an, den hat Yogi aber ebenfalls in seinem Repertoire. Droht der Kleine zu unterliegen, beginnt er wild zu knurren und zu bellen und springt Buck von allen Seiten an wie ein Känguruh.

Folgendes Video zeigt die beiden, als Yogi gerade einmal ein paar Tage hier war. Es erhebt keinen künstlerischen Anspruch, sondern wurde ganz spontan mit dem Handy aufgenommen 😉

Auch Sammy hat sich mit dem Springinsfeld angefreundet. Freundlich war er zu Yogi von Anfang an, aber gleichzeitig stets auf seine Ressourcen bedacht – mein Körbchen, mein Wassernapf, mein Auto. Das legt sich zunehmend, der kleine Frechdachs darf sich ihm gegenüber immer mehr herausnehmen. Er darf sogar mal mit in Sammys Körbchen klettern und es sich mit einem Seufzer auf dem Alten gemütlich machen 😉

Yogi erinnert mich in vielem an Pino, z. B. hat er dasselbe herzhafte Gähnen, das mir immer ein Lächeln ins Gesicht zaubert. Er zeigt dieselben, sehr speziellen Posen und hat meiner bescheidenen Nase zufolge sogar den gleichen Individualgeruch.

Wir waren jetzt schon ein paar Mal im Welpenkurs. Yogi gibt sich äußerst selbstsicher und lässt sich weder von den anderen Hunden noch ihren Menschen beeindrucken. Sein Motto: Hallo, hier bin ich, was geht ab?! Als wir uns beim vorletzten Mal nach der Stunde im Vereinsheim aufwärmten (draußen waren es -15 Grad gewesen), bestieg Yogi eine 6 Monate alte Border Collie-Hündin und begann, sie zu rammeln. Als sie ihn anknurrte, sprang er ihr buchstäblich ins Gesicht – danach rammelte er weiter. Wir waren alle fassungslos 🙁

Bemerkenswert bei Yogi ist, dass er keine Angst vor dem Alleinsein hat. Anders als normale Welpen klebt er einem nicht ständig am Bein (was sogar Buck bis heute noch tut). Das fiel mir schon am Tag seines Einzugs auf, als ich – ohne nachzudenken – meine Bekannte nach unten begleitete, mit Sammy und Buck im Schlepptau. Yogi blieb alleine ein Stockwerk höher zurück. Von ihm war kein Ton zu hören. Bei unserer Rückkehr saß er tiefenentspannt in seinem Körbchen und beschäftigte sich mit seinem Spielzeug.

Yogi ist wirklich ein sehr ungewöhnlicher Hund!

Veröffentlicht in Yogi